Das erste Quartal

April 27, 2009 by  

Deutsche Börsen sind im Rückwärtsgang.
Nach dem positiven Wochenausklang vom 24. 04. 2009 prägen zu Beginn diese  Woche rote Vorzeichen den Handel an  deutschen Parketts. Einerseits nehmen die Marktteilnehmer Gewinne mit und  andererseits zeigen sich  Anleger an den Finanzmärkten nach dem Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko auch verunsichert. Lediglich die Pharmatitel könnten davon profitieren. Dazu gehört auch der Chemie- und Pharmakonzern Merck KgaA, welcher einen massiven Gewinneinbruch vermeldet. Auch Kontron  steht den  Zahlen nach im Fokus der Konzerne und  hat ebenfalls weniger verdient. Positive Impulse kommen von der Konjunkturseite her.  Das GfK-Konsumklima hat sich erstaunlich stabil entwickelt.

Der DAX gibt zum Handelsstart am heutigen Montag  1,3 Prozent nach und baut seine Verluste im Verlauf weiter aus. Aktuell wird die 4.600-er Marke umkämpft.

Grippesorgen belasten die Börsen in Asien.
Der Ausbruch der Schweinegrippe in Mexiko hat  an den Finanzmärkten in Asien zum Wochenstart für rote Vorzeichen gesorgt. Nur wenige Märkte konnten sich dem negativen Gesamttrend entziehen.
Gegen den Trend positiv entwickelte sich aber die Börse in Japan. Obwohl der Leitindex Nikkei225 über weite Strecken  Verluste hinnehmen mußte, schaffte es das Börsenbarometer doch  mit 0,21 Prozent auf 8.726,34 Punkte in die Gewinnzone.
In Verkauflaune waren unterdessen die Anleger an den Parketts in Hongkong. Dort verlor der Hang Seng zum Wochenstart 2,74 Prozent und rutschte auf 14.840,42 Zähler ab.
Ein vergleichbares  Bild zeigte sich auch auf dem chinesischen Festland, wo der Shanghai Composite 1,77 Prozent auf 2.405,35 Punkte verlor.
Abschläge meldete der Markt in Südkorea – der KOSPI büßte 1,05 Prozent auf 1.339,83 Indexpunkte ein.

Die chinesische Bank ICBC hat im ersten Quartal des Jahres mehr verdient. Der Gewinn stieg  um sechs Prozent an und belief sich auf 35,15 Milliarden Chinesische Yuan. Vor Jahresfrist hatte das Institut noch 33,11 Milliarden Yuan verdient. Als Grund für das Gewinnplus nannte der Konzern ein starkes Kreditwachstum.

Der US-Krankenversicherer Humana  ist hervorragend  in das aktuelle Geschäftsjahr gestartet. Eine solide Geschäftsentwicklung hat den Gewinn des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt . Das Ergebnis stieg auf 205,7 Millionen Dollar oder 1,22 Dollar je Aktie an. Als Reaktion auf diese  positive Entwicklung hob der Konzern schliesslich seine Jahresprognose an. Je Aktie wird nun ein Ergebnis zwischen 6,10 und 6,20 Dollar angepeilt.  Bislang hatte das Unternehmen 5,90 bis 6,10 Dollar in Aussicht gestellt.

Der US-Haushaltsgerätehersteller Whirlpool  hat seine Jahresziele trotz schwacher Quartalsentwicklung bekräftigt. Im ersten Quartal  brach der Gewinn aufgrund schwacher Nachfrage um 28 Prozent auf 68 Millionen Dollar ein. So war der Umsatz  um 23 Prozent rückläufig und sank auf 3,57 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr aber rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Gewinn je Aktie zwischen drei und vier Dollar.

Der Luxemburger Konzern SAF-Holland hat im Jahr 2008 weniger umgesetzt und verdient. Die Erlöse sanken von 812,5 auf 798,8 Millionen Euro. Auf operativer Basis verdiente der Konzern 41,2 Millionen Euro nach 60,5 Millionen Euro vor der Jahresfrist. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr bleibt das Unternehmen eher pessimistisch als optimistisch. Denn es wird mit einem erneuten deutlichen Umsatzrückgang gerechnet.