Krabat
April 24, 2009 by Dagmar
Krabat ist der neue Film vom Regisseur Marco Kreuzpaintner und ist die Verfilmung des gleichnamigen und 1971 erschienen Romans von Ottfried Preußler. Die Geschichte basiert auf einer bekannten sorbischen Volkssage und der Roman verkaufte sich millionenfach und sorgt bis heute für Begeisterung beim jungen Leser.
Er erzählt die Geschichte eines jungen Zauberlehrlings, der sich seiner Verantwortung stellen und sich gegen die schwarze Magie kämpfen muss.
In deutschen Landen wütet der dreißigjährige Krieg. Hinzu kommt auch noch die Pest und die Zeiten sind düster. Krabat ist ein Waisenjunge und hält sich und sein Leben gerade über Wasser, in dem er von Dorf zu Dorf zieht und sich sein Essen erbettelt. In der letzten Nacht des Jahres erreicht ihn im Traum der Ruf zu einer geheimnisvollen Mühle.
An der Mühle wird Krabat vom zwielichtigen Müller als Lehrbursche aufgenommen und hat von nun an Nahrung, Kleidung, ein Bett und sein Auskommen.
Doch die Mühle birgt ein unheimliches Geheimnis. Nach und nach kommt Krabat diesem auch auf die Spur.
Nach bestandener Prüfung wird Krabat in den Kreis der Lernenden der schwarzen Magie aufgenommen.
Die Arbeit ist hart und die Zeit vergeht wie im Fluge und das Jahresende naht.
Ein magischer Film zu den Themen Loyalität, Freundschaft und Liebe in schönen und düsteren Bildern erzählt. Es gibt wunderschöne Landschaftaufnahmen und ein gutes schauspielerisches Können der meist jungen Akteure.
Kreuzpaintner veränderte allerdings in der filmischen Umsetzung einiges und das dürfte viele Fans des Buchs vielleicht enttäuschen.
So spielt der Film nicht während des Nordischen Krieges, sondern legt die Geschichte 60 Jahre früher an während des Dreißigjährigen Krieges.
Der Film ist eher düstere Sage oder Märchen aus einer hoffnungslosen Zeit.
Geht man nicht so streng mit der Veränderung und Verkürzung der Vorlage ins Gericht, dann wird man von Krabat nicht nur gut unterhalten, sondern der Film ist in seinem Genre eine kleine Perle geworden.
Im Mittelpunkt der Erzählung stehen Themen wie die verführerische Kraft der Macht und das Versprechen eines immensen Gehorsams. Dieses kann Kreuzpainter sehr stimmig an den Zuschauer vermitteln.
Ein Film, der wie geschaffen für große Kinoleinwand und das Eintauchen in eine magische und extrem düstere Geschichte ist. Und das fernab von den üblichen Hollywood Fantasy Motiven.


