Mediziner warnen vor Krankheiten

Mai 18, 2009 by  

Nach Überzeugung britischer Ärzte die größte globale Gesundheitsgefahr in diesem Jahrhundert wohl die Erderwärmung. Die Experten warnen vor Hungersnöten, neuartigen Infektionsmustern sowie tropischen Krankheiten in bislang gemäßigten Klimazonen.
Schmelzende Gletscher, versauernde Meere und sterbende Korallen ist nur ein Teil des Problems. Die Folgen des Klimawandels werden weltweit spürbar sein, und das nicht erst in ferner Zukunft, sondern noch zu unseren Zeiten und unseren Kindern.
Aufgrund dieser Bedrohung fordert der Gesundheitsexperte, gerade Mediziner müssten stärker in die gegenwärtige Diskussion eingreifen. Denn die Gesundheitsverbände haben sich erst spät an dieser Diskussion beteiligt und hätten sich schon früher stärker hierzu äußern sollen.
Diese Aussagen decken sich mit früheren Studien, denn erst im Januar hatten US-Forscher davor gewarnt, dass der Klimawandel in den kommenden Jahrzehnten die Lebensmittelversorgung gefährden könnte. Dadurch würde gegen Ende des Jahrhunderts die Hälfte der Erdbevölkerung von Hungersnöten bedroht sein, wenn sich die Menschen nicht anpassen.
Die Wissenschaftler pochten auf schnelle Maßnahmen gegen den Ausstoß von Treibhausgasen und die Abholzung der Regenwälder. Ausserdem müssten Gesundheitsbehörden, Politik und die Wissenschaft enger zusammen arbeiten, um so die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit einzudämmen.
Die Forderungen wirken noch dringender angesichts der Warnungen von Geoforschern, dass die Folgen des Klimawandels noch schlimmer als gedacht werden könnten.
In Entwicklungsländern werden steigende Temperaturen besonders dramatische Folgen haben. Auch dürfte dort die Bevölkerung besonders unter den wärmebedingten Ernteeinbußen leiden. Eine Temperaturzunahme von einem Grad Celsius kann zu einem Ertragseinbruch von 17 Prozent führen, was die Lebensmittelpreise weltweit steigen lassen würde.