Nicht für die Ewigkeit
Juli 12, 2011 by findur
Tätowierungen sind Bilder, die unter der Haut liegen. Wird eine neue Tätowierung gemacht, bringt der Tätowierer mit einer Nadel kleine Tröpfchen farbiger oder schwarzer Tinte unter die Haut, und zwar genau dort hin, wo sie weder von innen abgebaut noch nach außen abgestoßen wird. Eine gute gemachte Tätowierung kann sich deshalb zwar im Lauf eines Lebens ein wenig verändern, kann verblassen oder leicht verschwommene Konturen bekommen, aber sie wird nicht verschwinden. Das hat schon manchen geärgert, der sich in seiner Jugend eine Tätowierung hat stechen lassen, die er dann irgendwann einmal nicht mehr haben wollte, weil sie nicht mehr stimmte oder ihm nicht mehr gefiel.
Man kann eine Tätowierung entfernen lassen, aber lange Zeit war das keine wirklich gute Alternative, denn mit den früheren Methoden zum Entfernen der Bilder unter der Haut wurde oft das Gewebe oder die Haut selbst so geschädigt, dass Narben blieben, die oft noch unschöner waren als die Tätowierung. In diesem Bereich haben Medizin und Kosmetik aber sehr große Fortschritte gemacht. Heute werden Tätowierungen mit besonderen Lasern entfernt, die zielgenau die Pigmente der Tinte vernichten und das umliegende Gewebe und die Haut nur wenig belasten. So ist es inzwischen möglich, selbst größere Tätowierungen so zu entfernen, dass nur minimale oder meist gar keine sichtbaren Spuren übrig bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass man sich auf Teufel komm raus Tätowierungen stechen lassen kann, weil man sie ja jederzeit unkompliziert wieder los wird. Nach wie vor sollte eine solche Entscheidung gründlich überdacht und nicht spontan aus einer Laune heraus getroffen werden.


