Rechtsberatung und Urheberrecht
Juni 2, 2009 by Dagmar
Rechtsberatung
Rechtsberatung gibt es am Telefon oder auch per Email. Hierbei sollte man folgende Hinweise beachten.
Das Beratung am Telefon bzw. per Email nicht für umfangreiche, beratungsintensive Mandate geeignet ist, versteht sich von selbst. Doch beide Beratungsarten können aber für einfache Fälle eine wesentlich kostengünstigere Lösung sein.
Sollte die Einsicht in Unterlagen nicht nötig sein, oder ist nur ein bestimmter Absatz aus einem Vertrag wichtig, dann steht einer Klärung am Telefon bzw. Beschreibung in einer Email nichts im Wege.
Ein paar Onlinerechtsberatungsstellen bieten auch die Möglichkeit, Dateien an die Anfrage anzuhängen, so dass Kopien der Anfrage mitgesendet werden können.
Das Urheberrecht
Der Kulturstaatsminister hat angekündigt, sich beim Treffen des europäischen Kulturministerrats am 11. und 12. Mai 2009 für ein gemeinsames Vorgehen gegen Googles Digitalisierungsprojekt einzusetzen.
Wie das Institut für Urheber – und Medienrecht mitteilt, sei man der Ansicht, dass die Praxis von Google beim Projekt Book Search dem europäischen Urheberrechtsverständnis widerspricht. Der Kulturstaatsminister sagte, dass eine wirksame Wahrnehmung der Autorenrechte durch die VG Wort und den Börsenverein wichtig sei.
Medienrecht
Die Expertentagung in München
Die Diskussionen im Bundesrat, der Expertenstreit im Bundestag, Warnungen von Presserat und Verlegerverbänden, die Datenschutznovelle sorgt für eine Menge Wirbel. Aus diesem Grund findet am 7. Mai im Literaturhaus München eine Expertentagung statt, unter dem Titel Die Novelle zum Bundesdatenschutzgesetz – Legitimer Verbraucherschutz oder existenzielle Bedrohung für direkt werbende Verlage?
Veranstaltet wird diese Tagung von der Akademie des Deutschen Buchhandels.
Denn die geplante Verschärfung des Datenschutzes betreffe alle direkt werbenden Unternehmen, Kunden und potenzielle Neukunden dürfen dann nur noch angeschrieben werden, wenn sie dazu ihre ausdrückliche Genehmigung gegeben haben. Das erschwert die Neukundengewinnung, beinhaltet stark ansteigende Kosten für Abonnentenwerbung und bringt deutlich sinkende Umsätze. Das wären keine positiven Konsequenzen. Die zu erwartende Verabschiedung der Neuregelung im Juli 2009 hätte somit für Verlage, Corporate Publisher und andere direkt werbende Unternehmen gravierende Folgen.
Auf der Tagung geben namhafte Experten einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen der geplanten Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes. Auf folgende aufkommende Fragen wird eingegangen…
Welche Änderungen in punkto Datenschutz sind zu befürchten?
Welche Auswirkungen hat die Gesetzesnovelle auf die Verwendung von personenbezogenen Daten?
Wie können sich die Unternehmen bestmöglich auf die Folgen eines neuen Datenschutzgesetztes einstellen?
Die Tagung richtet sich an Verlagsleiter, Geschäftsführer und Juristen von Verlagen, Medienunternehmen, sowie Führungskräfte aus den Bereichen Marketing und Vertrieb und an Anwälte.
Urheberrechte und Verlage im digitalen Umfeld
Die TU Dresden veranstaltete am 30. April das Symposium Urheberrechte und Verlage im digitalen Umfeld.
Neue Nutzungsarten, wie sie besonders durch das Internet bestehen, konfrontieren Verlage, Autoren, Bibliotheken und Nutzer zunehmend mit schwierigen Fragen des Urheber- und Verlagsrechts. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen darum auch Rechtsfragen im Zusammenhang mit E-Books, die Internetpirateriebekämpfung im Buchbereich sowie die neuen Schranken des Urheberrechts zu Gunsten der Forschung, Bildung und Bibliotheken gemäß §§ 52a, 52b, 53a UrhG.
Von besonderem Interesse waren auch rechtliche Fragen zur Google-Buchsuche und zu dem kürzlich zwischen Google und den amerikanischen Autoren- und Verlegerverbänden ausgehandelten Vergleich.
Das Symposion war eine Veranstaltung der Forschungsstelle Neue Medien des Instituts für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Medienrecht der Technischen Universität in Dresden.


