Spart man mit einem Regenwassertank Geld?

Juli 22, 2010 by  

Warum stellen sich immer mehr Menschen einen Regenwassertank in den Garten? Weil es Geld spart und die Umwelt schont. Zumindest in der Theorie; ob es sich auch in der Praxis lohnt, kommt auf einige Umstände an. Es kann zum Beispiel sein, dass man für das Wasser, das man im Tank auffängt, bald Abwassergebühren wird zahlen müssen. Die Berechnung dieser Gebühren ist von Ort zu Ort unterschiedlich, heutzutage sind sie oft im Wasserpreis enthalten. Das bedeutet: Wenn man zehn Liter aus dem Wasserhahn nimmt, um damit Blumen zu gießen, dann bezahlt man sowohl für das Wasser als auch für die Entsorgung des Wassers über die Kanalisation, obwohl das Wasser ja im Boden versickert. Nimmt man stattdessen Regenwasser zum Gießen, dann spart man beide Gebühren. Das lohnt sich. Mittlerweile sind aber erste Gemeinden dazu übergegangen, die Kosten für Nutzung und Entsorgung des Wassers getrennt zu berechnen. Das bedeutet: Man spart nur noch die Nutzungsgebühr. Spielt man mit dem Gedanken, sich einen Regenwassertank zuzulegen, sollte man sich also erkundigen, welche Regelung der Kostenberechnung im Einzelfall für die Zukunft geplant ist. Auf jeden Fall ist das Blumenwasser nicht die einzige Möglichkeit, Leitungswasser einzusparen. Man kann Regenwasser nämlich problemlos auch für die Toilettenspülung verwenden – und auch für die Waschmaschine. Als Trinkwasser eignet es sich allerdings nicht. Denn man muss es ja zunächst einmal auffangen. Das geschieht in der Regel über das Dach des Hauses oder des Schuppens. Von dort leitet man es über die Regenrinne in den Tank. Das Dach aber ist meist recht schmutzig, ebenso die Regenrinne – das Wasser ist also unter anderem mit dem Kot von Vögeln verschmutzt. Für gewöhnlich dürfte sich das aber in Grenzen halten, so dass man das Wasser, wie schon gesagt, auch für die Wäsche benutzen kann.