Wer lang hat kann lang hängen lassen

Januar 11, 2011 by  

Schon im alten Frankreich schrieb ein namhafter Autor ein Buch und nannte es l’art de mettre sa cravate, was auf deutsch so viel bedeutet wie die Kunst, seine Krawatte zu binden. Auch in England gab es solche Bücher, verbürgt ist zum Beispiel, dass bereits vor Beginn des 19. Jahrhunderts um die 50 verschiedene Krawattenknoten in solchen Büchern beschrieben wurden. Wer natürlich seinen Binder eher wie eine Bürde trägt, die seine berufliche Stellung ihm eben auferlegt und von der er froh ist, sie des Abends wieder lockern zu können, der wird auch damit bedient sein, einen guten und soliden Knoten binden zu können.

Für wen die Krawatte aber auch ein Stilmerkmal ist und wer sich nicht nur darum kümmert, eine anzuhaben, wenn es die Etikette erfordern, sondern auch darum, wie sie aussieht und ob sie ihm wirklich steht und zum Rest der Kleidung passt, der wird, wenn er gern auch manchmal einen voluminösen und ausgefallenen Knoten binden möchte, der ihn von anderen abhebt, für diesen Zweck extra lange Krawatten denen von gewöhnlicher Länge vorziehen. Eine normal lange Krawatte nämlich sieht, wenn man einen aufwändigen Knoten macht, der viel Stoff erfordert, schnell zu kurz und damit nicht mehr edel aus. Auch Männer, denen die Natur ein paar Extrazentimeter geschenkt hat und die über 1,90 groß sind, fahren mit einer langen Krawatte besser, genau wie solche, die eher untersetzt sind und etwas anziehen möchten, das ihre Statur optisch ein wenig strecken kann. Ein gutes Krawattengeschäft hat immer auch besonders lange Krawatten im Angebot, um diesbezüglichen Kundenwünschen entgegenzukommen.